Seniorenvertretung                                          für die Stadt  Petershagen / Weser 

 
 


Landesseniorenvertretung NRW e.V.

Dunantstraße 30, 48151 Münster   (NEU!!!)

Tel:  (02 51) 21 20 50

Fax: (02 51) 2 00 66 13

E-Mail: info@lsv-nrw.de

Internet:    https://lsv-nrw.de


Pressemitteilung:

Allein zahlenmäßig sind junge Menschen in Deutschland politisch auf die Solidarität der Älteren angewiesen.        Deswegen veröffentlichen der Landesjugendring NRW und die
Landesseniorenvertretung NRW zur Bundestagswahl 2021 gemeinsame Wahlprüfsteine.

Wahlprüfsteine
PM_Wahlprüfsteine_LSV_NRW_LJR_NRW.pdf (222.95KB)
Wahlprüfsteine
PM_Wahlprüfsteine_LSV_NRW_LJR_NRW.pdf (222.95KB)




“Jung und Alt gestaltet Zukunft“

Diese Wahlprüfsteine haben wir gemeinsam mit dem Landesjugendring zu einem wichtigen Zukunftsthema, unserem Klima, verfasst. Es geht aber nicht nur um das Thema Klima, sondern eng damit verknüpft auch um Teilhabe und Mobilität.

Jung und Alt gestaltet Zukunft
Wahlprüfsteine LSV+ LJR.pdf (329.97KB)
Jung und Alt gestaltet Zukunft
Wahlprüfsteine LSV+ LJR.pdf (329.97KB)




Pressemitteilung vom 15. April 2021

Corona bremst - aber nicht bis zum Stillstand

Dass man diesen doch eher bedrückenden und trüben Corona-Zeiten durchaus auch positive Aspekte abgewinnen kann, dafür sind viele kommunale Seniorenvertretungen (SV) in Nordrhein-Westfalen ein gutes Beispiel.                                                                 Im Vorstand der Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) kommt an, dass sich viele Seniorenvertretungen mit Mut auf die Herausforderungen eingelassen haben und mit Kreativität auf neuen   – auch digitalen – Wegen unterwegs sind.

Gerade in dieser Pandemie-Zeit werde deutlich, wie wichtig der Einbezug älterer Menschen ist. "Eine Struktur, wie sie die Seniorenvertretungen darstellen, kann sowohl in den Kommunen als auch auf der Landesebene viel bewegen",                                  so der Vorsitzende Jürgen Jentsch (Gütersloh).

Er nennt als lokale Beispiele etwa die Unterstützung Älterer bei der Terminvereinbarung und beim Erreichen der Impfzentren. "Von solchen und ähnlichen Aktivitäten haben wir als Dachorganisation auch dem zuständigen Minister Karl-Josef Laumann berichtet, der sich für den Einsatz der ehrenamtlichen Seniorenvertreterinnen und -vertreter herzlich bedankte."

Wie in den meisten Kommunen, so ging im Corona-Jahr 2020 auch für den Vorstand der Landesseniorenvertretung die Arbeit trotz der so drastisch veränderten Rahmenbedingungen weiter.

Dank der so genannten „Bürgermeisteraktion“ der LSV im Rahmen der Kommunalwahlen im September 2021 konnten einige Gründungsprozesse in NRW-Kommunen angestoßen werden.

Das macht den Vorstand der LSV NRW zuversichtlich, dass sich über kurz oder lang neue kommunale Seniorenvertretungen entwickeln können.

Telefon- und Videokonferenzen statt Präsenz-Treffen, Seminare via Internet statt vor Ort: Pandemiebedingt wird Neues ausprobiert und dabei zeigt sich, wie flexibel und lernbereit auf die neuen Herausforderungen eingegangen wird.                                     Dies gilt sowohl in den kommunalen Seniorenvertretungen als auch auf der Landesebene im Vorstand der LSV.                                                                                     Der aktuelle Rechenschaftsbericht für das vergangene Arbeitsjahr 2020 belegt diese neuen Erfahrungen und die Aktivitäten eindrucksvoll. Dass die Mitgliederversammlung nun erst einmal auf den 16. November verschoben werden musste, sei zwar nicht erfreulich, dennoch behalte man Mut und Zuversicht.

Dies und vor allem Geduld wünscht der Vorsitzende besonders jenen kommunalen Seniorenvertretungen, die sich, parallel zur Kommunalwahl vom vergangenen September, neu konstituiert haben. "Hier wird natürlich angesichts der Pandemie vieles noch nicht rund laufen können, was durchaus Gefahren für die ehrenamtliche Arbeit bergen kann", sieht Jürgen Jentsch die Motivation - die Hauptwährung im Ehrenamt - leiden, wenn Zusammenkünfte lange nicht möglich sind.                                       "Besser geht es den Seniorenvertretungen, die die digitalen Möglichkeiten nutzen können und dabei von kommunalen Verwaltungen unterstützt werden“.                      Das bisherige Fazit im Vorstand lautet daher:                                                         Corona bremst vieles aus, aber die engagierten kommunalen Seniorenvertretungen und auch der Vorstand finden trotzdem Raum für wichtige Aktivitäten.

Jürgen Jentsch

Vorsitzender


PRESSEMITTEILUNG vom 09.12.2020
LSV: Der Kampf gegen Einsamkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Es gibt sie nicht nur während der Pandemie, und es sind beileibe nicht nur ältere und alte Menschen
betroffen: "Die Corona-Krise wirkt allerdings aktuell wie ein Vergrößerungsglas, das uns das Thema Vereinsamung und Isolation deutlich vor Augen führt".

Jürgen Jentsch, der Vorsitzende der
Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW), hört derzeit aus zahlreichen Kommunen, wie bitter sich die vielfach fehlenden Kontakte auswirken. "Aber wir vernehmen andererseits auch erfreut, wie engagiert sich Seniorenvertreter, private Gruppen oder Vereine vor Ort kreativ gegen Einsamkeit einsetzen".
Hans Kurth, Vorsitzender der kommunalen Seniorenvertretung in Münster, kann das nur bestätigen.
"Restaurants und Cafés sind als beliebte Treffpunkte geschlossen, dazu kommen die Ängste vor einer Ansteckung und dann fallen ja auch die regelmäßigen Angebote in Seniorenzentren und Begegnungsstätten aus". Kurth, der engagiert im selbstverwalteten Begegnungszentrum "Altes
Backhaus" in Münster mitarbeitet, konnte diese Gedanken erst kürzlich in einem Fernseh-Interview im WDR einem breiten Publikum nahebringen. Dabei wurde deutlich, wie sehr es mit zum Kerngeschäft von Seniorenvertretungen gehört, auf die anderen um sich herum zu achten. "Wir in Münster etwa haben uns bemüht, in den städtischen Corona-Krisenstab die Perspektive der Senioren einzubringen",
berichtet Kurth. Auch weist er auf die große Bedeutung der kleinen Gesten in sozialen Netzwerken, von Telefonaten oder postalischen Grüßen in der Zeit der erzwungenen Distanzen hin, um Kontakte zu halten.
Jürgen Jentsch von der LSV weiß, welche Bedeutung in diesen emotional durch die Advents- und Weihnachtszeit zusätzlich aufgeladenen Zeiten Ansprache und Anteilnahme bekommen. "Das können - coronagerechte - kurze Hausbesuche durch kommunale oder soziale Dienste sein, die
Gefahren von Vereinsamung und Rückzug präventiv begegnen können. Oder die Aktion einer Kirchengemeinde, die ihren rund 400 über 80-jährigen allein Lebenden bei einem kurzen Treffen an der Haustür eine "Zehn-Minuten-Weihnachtstüte" mit Tee, Schokolade, Teelicht und einem Gruß überbrachte. Doch auch viele Seniorenvertretungen landauf, landab tun, was in den Zeiten der sozialen Distanz möglich ist, um zu zeigen, dass Corona nicht alle Beziehungen kappen darf. Im Übrigen weist Jentsch aber auch deutlich darauf hin, dass es nicht allein um die alten Menschen geht: "Auch viele Jüngere, etwa im Homeoffice oder im Studium am Bildschirm, leiden unter Vereinsamung. Sie haben nur in der Regel mehr Möglichkeiten, daraus zu entkommen."
Einsamkeit zu verhindern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Erschreckend für den Vorstand der Landesseniorenvertretung:

Laut dem Deutschen Zentrum für Altersfragen erhält jeder
vierte alte Mensch nur einmal im Monat Besuch von Freunden oder Bekannten, manche haben überhaupt keinen Kontakt nach außen.    "Umso wichtiger ist es - nicht nur für die kommunalen Seniorenvertretungen - diese soziale Isolation in Städten und Gemeinden zum Thema zu machen, auch wenn es in diesen Zeiten dafür noch mehr Kraft und Kreativität braucht". Aber die, so Jentsch
zuversichtlich, habe den Seniorenvertretungen ja noch nie gefehlt.
Jürgen Jentsch
Vorsitzender